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Latein an unserer Schule

Salvete!

 

An unserer Schule unterrichten drei Lateinlehrer: Frau Würfel, Frau Seidel und Herr Rösner. Fachkonferenzleiter ist Herr Rösner. Latein kann ab der Klasse 6 als zweite Fremdsprache gewählt werden. In den Klassen 6, 7 und 8 wird diese Sprache vier Stunden und in den Klassen 8 und 9 drei Stunden in der Woche unterrichtet. In der Oberstufe besteht die Möglichkeit, Latein als Grundkurs oder als Leistungskurs zu wählen. Der Grundkurs umfasst drei Wochenstunden und der Leistungskurs fünf. Latein kann im Grundkurs als mündliches oder auch als schriftliches Abiturfach gewählt werden.


Ist Latein nur noch eine tote Sprache? Soll man überhaupt heute noch Latein lernen? Für das Erlernen der lateinischen Sprachen gibt es gute Gründe, von denen hier zehn aufgeführt werden.

 

1. Latein ist nicht tot. Latein lebt heute in den Sprachen weiter, die aus dieser alten Sprache hervorgegangen sind: Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Rumänisch, Katalanisch, Galicisch. Außerdem gehen wenigstens 50% des englischen Wortschatzes auf das Lateinische zurück. Englische Fachtexte aus den Geistes- und Naturwissenschaften enthalten einen sehr hohen Anteil von Wörtern, die ihren Ursprung in der lateinischen Sprache haben.

2. Latein ist im Gegensatz zu den modernen Fremdsprachen eine Reflexionssprache. Das Erlernen des Grundwortschatzes und der Grammatikregeln sowie die genaue Übersetzung klassischer Texte führen auch zu einem vertieften Sprachverständnis der deutschen Sprache.

3. Im Lateinunterricht werden wichtige Ereignisse der römischen und griechischen Geschichte behandelt.

4. Die Beschäftigung mit antiken Texten (Dichtkunst, Reden, Philosophie, Briefe) führt zu einem ver-tieften Verständnis der europäischen Geistesgeschichte (Literatur, Malerei, bildende Kunst), die ihren Ursprung vor allem in römischen und griechischen Vorbildern hat.

5. Die klar strukturierte lateinische Grammatik fördert nicht zuletzt das logische Denken.

6. Latein ist eine Brücke zu den romanischen Sprachen, die ihren Ursprung in der Sprache Cäsars und Ciceros haben. Wer also Latein gelernt hat, hat ganz sicher einen leichteren Zugang zu den Sprachen Italienisch, Spanisch, Portugiesisch und Französisch. Die folgenden Beispiele zeigen die Ähnlichkeit der romanischen Sprachen untereinander und ihren Ursprung aus dem Lateinischen.

 

Latein Französisch Italienisch Spanisch Portugiesisch Deutsch
venire venir venire venir vir kommen
amāre aimer amare amar amar lieben, mögen
facere faire fare hacer fazer machen
bibere boire bere beber beber trinken
ridēre rire ridere reír rir lachen
arbor arbre albero árbol árvore Baum
porta porte porta puerta porta Tür
vita vie vita vida vida Leben
bonus bon buono bueno bom gut
grandis grand grande grande grande groß
amabilis aimable amabile amable amável liebenswürdig

 

7. Die in Europa zu besichtigenden Bauwerke und Kunstgegenstände aus der Römerzeit lassen sich mit enstprechendem Hintergrundwissen viel besser erschließen. Weltberühmte Bauwerke sind z.B.

in Italien: Kolosseum, Palatin, Forum Romanum, Trajanssäule, Triumphbögen in Rom

in Deutschland: Porta Nigra in Trier, Überreste des Limes, Ausstellungsstücke im Römisch-Germanischen Museum in Köln

in Frankreich: Pont du Gard in Südfrankreich, Amphitheater in Arles

8. Unzählige Fremdwörter im Deutschen lassen sich auf lateinische Ursprünge zurückführen und erleichtern somit deren Verständnis. Dies ist sicherlich eine große Hilfe für das Studium der Medizin, Pharmazie, Biologie und der Geisteswissenschaften. So enthält allein der Satz „Paul studiert in Köln Medizin.“ vier Wörter, die auf das Lateinische zurückgehen.

9. Unser Rechtssystem geht letztlich auf das römischen Recht zurück.

10. Im Lateinunterricht darf aber auch der Humor nicht fehlen. Die Abenteuer von Asterix und Obelix liefern hierfür zahlreiche Beispiele.

 

Nicht zuletzt zeigen die folgenden Rechtsgrundsätze, Spruchweisheiten und heute noch gebräuchlichen Wendungen die Aktualität der lateinischen Sprache.

 

In dubio pro reo. Im Zweifel für den Angeklagten.
Nulla poena sine lege. Keine Strafe ohne Gesetz.
Nemo iudex in sua causa. Niemand soll Richter in eigener Angelegenheit sein.
Pacta sunt servanda. Verträge müssen eingehalten werden.
Audiatur et altera pars. Es soll auch die andere Partei/Seite gehört werden.
In vino veritas. Im Wein liegt die Wahrheit.
Errare humanum est. Irren ist menschlich.
Carpe diem! Nutze den Tag!
Cogito, ergo sum. Ich denke, also bin ich.
De facto hat sich folgendes ereignet. Tatsächlich ….
etwas ad acta legen … zu den Akten … / … als erledigt betrachten
summa cum laude mit höchstem Lob

 

In der Klasse 6 wurde in Schuljahr 2014/15 das neue Lehrwerk Campus aus dem C.C. Buchner -Verlag eingeführt. In den Jahrgangsstufen 7 – 9 wird noch mit dem Unterrichtswerk prima (C.C. Buchner-Verlag) gearbeitet. Im Verlauf der Klasse 9 erfolgt der Wechsel zur Originallektüre. Die Bandbreite der Lektüre bis zum Ende der Oberstufe umfasst u.a. Fabeln, Texte von Cäsar und Cicero, Gedichte von Catull, Texte zur griechischen Mythologie, historische Berichte und römische Philosophie.

 

Zum Schluss seien noch die Romfahrten der vergangenen Jahre erwähnt, die sicherlich zu den „Highlights“ des Lateinunterrichts gehörten.

 

Schüler der Jahrgangsstufen 9, 10 und 11 im März 2014 auf dem Kapitol.

 

Und hier noch ein wichtiges Anliegen des Fachbereiches Latein:

 

Studium linguae Latinae vobis usui sit!

Valete!

 

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