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Städtisches Gymnasium Mittweida

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Geschichte in der Filmbühne

 

Am Donnerstag, dem 14. April 2022, haben wir SchülerInnen der Klasse 11 und 12 des Städtischen Gymnasiums das örtliche Kino besucht. Dort bekamen wir Geschichte, im wahrsten Sinne des Wortes, anschaulich präsentiert, indem wir aus dem Archivbestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung den Spielfilm „Jud Süß“ sahen.

Zunächst gab uns der zuständige Referent, Arndt Klingelhöfer, vom Institut für Kino und Filmkultur e.V. (IKF) eine kurze Einleitung in die Thematik. Er gab uns so manche Hintergrundinformation zum Film und erteilte außerdem ein paar kleine Aufgaben, auf die wir während der Vorstellung achten sollten.

 

 

 

 Der von Goebbels 1940 in Auftrag gegebene Spielfilm unter der Regie von Veit Harlan ist an die historische Figur des Joseph Süß Oppenheimer (1698–1738) angelehnt, entspricht jedoch nicht den überlieferten Quellen, sondern war als antisemitisches Propagandawerk konzipiert. Bis 1943 sahen etwa 20,3 Millionen Menschen diesen Film, u.a. gab es Sondervorstellungen für Soldaten sowie auf ausdrücklichen Wunsch Heinrich Himmlers für die SS-Einheiten und Wachmannschaften, die in den besetzten Gebieten im Einsatz waren.

Genau diese Fakten belegen, so der Referent, dass die Nationalsozialisten das ganze deutsche Volk gegen die Juden aufhetzen wollten und mit diesem Harlan-Film die Grenzen zwischen Fiktion und Realität fließend wurden.

Dann war es endlich soweit und wir haben mit unseren Fachlehrern Frau Engelmann, Herrn Zaspel und Herrn Fiedler „Jud Süß“ angeschaut. Der Jude Joseph Süß Oppenheimer wird Finanzberater des württembergischen Herzogs Karl Alexander. Jedoch schnell wird klar, dass Süß dem Herzogtum nichts als Ärger einbringt. Er giert nach Macht und Geld, verachtet die Menschen und sorgt für Streit und Unruhe in der Stadt. Ihm werden die typischen Vorurteile zugeschrieben, welche der NS-Staat damals gegenüber den Juden propagierte.

Nachdem der Film zu Ende war und das Licht wieder anging, war es ruhig. Wir waren alle ganz nachdenklich und ernst geworden. Erst nach ein paar Minuten tauschten wir uns in einer kleinen Pause untereinander aus.

 

   

 

Im Anschluss folgte noch eine kleine Diskussionsrunde. Wir bekamen die Chance Fragen loszuwerden, die uns nach dem Film bewegten. In dieser Auswertungsrunde zeigte uns Herr Klingelhöfer noch einmal bestimmte Szenen und ging anschließend genauer auf deren Bedeutung ein. Dabei ergab sich, dass „Jud Süß“ einerseits als Propagandawerk außerordentlich wirkungsvoll und sehr überzeugend war, andererseits als Spielfilm, was die Besetzung der Rollen, die Kameraführung, den Schnitt usw. betrifft, so gut gemacht ist, dass er bis heute eine starke emotionale Wirkung auf den Zuschauer erzeugen kann.

Es war ein interessanter und aufschlussreicher Vormittag, der uns sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

(Malin Knepper / LK Geschichte 11)

 

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